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24 Nov 2020

Der Kooperativengedanke wird neu belebt.

Münchens hat sein erstes genossenschaftlich geführtes Gasthaus in Nordschwabing. Für 500 Euro wird man Anteilseigner. Eine Alternative Strategie zum lokalen Einzelhandelssterben?

Bei der Gründungsfinanzierung des Gasthaus Domagk im Jahre 2017 halfen 40 Mitglieder, heute sind es bereits über 200. Seit einigen Jahren ist es ein Vorzeigeobjekt in der Wiederbelebung der Kooperativen Idee und ein fester Bestandteil im Quartier.

Denn das Gasthaus ist längst mehr als nur ein Ort für die Mittagspause oder ein nettes gemeinsames Abendessen. Es bietet Raum für Kultur, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen. Es ist ein somit ein Ort für Gemeinschaft und Miteinander entstanden.

Mitte Mai 2019 wurde das Gasthaus vom ZDF besucht, hier der Bericht in der Mediathek.

Bei regelmäßigen Verhandlungen bestimmen die genossenschaftlichen Wirtshaus-Eigentümer mit, was im Restaurant auf die Speisekarte kommt und wer dort arbeiten darf.

Erfolgsmodell auch in Krisenzeiten

Auch in der Corona-Krise kann sich das Gasthaus auf die Solidarität im Einzugsgebiet verlassen: Als durch den ersten Lockdown 2020 die Einnahmen einbrachen, wurde finanziell unter die Arme gegriffen.

Um die Krise sicher zu überwinden, wurde auf der Crowdfunding-Plattform startnext eine Kampagne ins Leben gerufen. So kamen bis heute über 10 000 Euro zusammen. 

Der genossenschaftliche Gedanke erlebt also in diesem gemeinschaftlichen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb eine Form von Revival und kann auch als eigene Strategie wahrgenommen werden. Der aktuelle Trend der Energie-, Pflege- und Sozialgenossenschaften kann so also auch einen leichten Weg in die Zweckbedürftigkeit von kulturellen Begegnungsorden und rein gastronomischen Feldern aufgegriffen werden, wenn ein ausreichendes Sozialgefüge in der näheren Umgebung besteht.

Mehr erfährt man unter: https://gasthausdomagk.de/

Foto: Mika Baumeister